200025SepSOS Storch

Der Storch ist ein bemerkenswertes Tier: Als Wandervogel verbringt er den Winter am liebsten in Afrika, um erst zur Sommerzeit zurückzukehren – dazwischen liegt eine Flugreise von bis zu 10.000 Kilometern. Weißstörche nutzen dabei die thermischen Aufwinde, sie fliegen nur in den wärmeren Stunden. Sie lassen sich von der Thermik hochtragen, indem sie ohne Flügelschlag kreisen. Dann segeln sie im Gleitflug zur nächsten Aufwindzone. Genau dieses – energietechnisch besehen eigentlich sehr effiziente – Verhalten wird den Vögeln dabei zum Verhängnis. Allzu oft stoppen Stromleitungen und andere tödliche Hindernisse den Weg zum heimischen Horst.
Die „Schweizerische Gesellschaft für den Weissstorch, Altreu“ hat daher gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Fribourg die Aktion S.O.S. Storch ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Aktion wurden im Juli dieses Jahres 25 Weißstörche mit speziellen Sendern ausgerüstet, die es ermöglichen, den Vogelflug per Satellitenpeilung zu überwachen. Die Naturschützer wollen zwar nicht alle Strommasten kappen, aber durch geeignete, für die Vögel erkennbare Markierungen erreichen, dass die Flugrouten für die Großvögel, die ja immerhin in dem Ruf stehen, nebenbei auch noch Babys vorbeizubringen ;-), sicherer werden. Ein auf den ersten Blick skurril anmutendes, aber auf jeden Fall unterstützenswertes Projekt.

Tagestipp: SOS Storch

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